Aleksander Gabrys

Aleksander  Gabrys
© Ute Schendel 2016

Aleksander Gabryś, spielt seit 2001 mit dem Ensemble Phœnix Basel zusammen. Kontrabassist, Performer, Komponist, Preisträger mehrerer Kompositions- und Interpretationswettbewerbe, tritt auf als Solist mit verschiedenen Orchester und als Kammermusiker mit solchen Gruppen wie Klangforum Wien, Ensemble Modern, pre-art soloists, Collegium Novum Zürich, Ensemble Musikfabrik, Österreichisches Ensemble für Neue Musik, X-Quartett, u.v.a. Präsident des `freagroup studio` (für polimediale, para-theatralische Akte), Gründungsmitglied von Polnischen Kontrabassistenverband, spielte u.a. in New York, Buenos Aires, Saõ Paulo, Venedig (5 mal “La Biennale di Venezia”), Berlin (“Märzmusik”, “Ultraschall”), Wien (“Wien Modern” u.a.). Verschiedene Komponisten, wie z.B. Andrzej Dziadek, Aram Hovhanissyan, Ryszard Gabryś, Evgenij Iršai, Michel Roth, Edward Bogusławski, Alfred Knüsel, Nicolas Tzortzis, Ryszard Klisowski, Thomas Lauck, Krzysztof Knittel, Junghae Lee, Thomas Kessler, Zbigniew Karkowski haben für ihm neue Kontrabass-Werke geschrieben.

Sein künstlerisches Werk beinhaltet vor allem Kammermusik und Kontrabassstücke, sowie Computermusik der Neo-Expressionistischen Avantgarde. Die Tendenz für paratheatralische Formen zeigt sich bereits in seinen ersten Partituren Święty Boże (1991) (erste Preis auf dem Komponistenwettbewerb Patri Partiae, von Witold Lutosławski ausgezeichnet) oder Voak gefeustich (1992) und setzt sich konsequent in der Benutzung von Regieanweisungen fort, so u.a. bei dem Solo-Werk Pax, Freunde, Pax für Trompete (2008), elUle (2010) für Horn, Violine und Stimmen, Bestiarium Fortune Square TrioTrip SinfAct für Kontrabass, Violine, Horn, Sinfonieorchester und live-electronics (2013) oder Walser Code (2014) für kreative Violinistin, 6 Geigen und live-electronics. Sehr bedeutsam für den Output des Komponisten sind spezielle Computer-Soundscapes: Eco-Ethno-Polish-Mountains-Spheroid, basierend auf Musikaufnahmen der Beskiden-Region; das Stück hat ebenso die Inspiration und die musikalische Partitur für den Animationsfilm Nowa Chowańszczyzna geliefert – oder L`ultima volta con de-cadenza, aufgeführt und prämiert durch das Institut international de musique électroacoustique de Bourges. Im September 2015 hat Aleksander Gabrys die Premiere von seinem neusten Werk PrāṇāhTron für Kontrabass, 20 Sänger und live electronics in NOSPR in Kattowitz präsentiert vor 1800 Zuhörer, im Januar 2017 gab er die Uraufführung seiner Komposition ILINX mit dem Ensemble Phoenix Basel während der Tage für Neue Musik in Danzig. Die Zukunft sieht er als polymediale synesthetische Verbindung aller Medien mit der neuen Form vom Leben: Homo electronicus.