Opernblog

Land des Lächelns

Das Land des Lächelns

Das Land des Lächelns

Romantische Operette von Franz Lehàr

Libretto von Viktor Léon, Ludwig Herzer und Fritz Löhner-Beda.

 

Musikalische Leitung: Johannes Pell

Inszenierung: Guy Montavon

Bühnenbild und Kostüme: Hsiu-Chin Tsai

Chor: Markus Baisch

 

Personen:

 

Lisa, Tochter des Grafen Ferdinand Lichtenfels

Prinz Sou-Chong

Mi, dessen Schwester

Graf Gustav von Pottenstein

Tschang, Sou-Chongs Onkel

Graf Ferdinand Lichtenfels, Feldmarschall-Leutnant, Lisas Vater

Lore, dessen Nichte

Obereunuch

Ling, Oberpriester

 

Gesellschaft, Offiziere, Mandarine, Dienerinnen

 

 

Handlung

Lisa, die verwöhnte Tochter des Grafen Lichtenfels, verliebt sich bei einem Fest im Hause ihres Vaters in den chinesischen Prinzen Sou-Chong. Seine verhaltene Leidenschaft, verbunden mit der exotischen Aura seines Auftretens, beeindruckt sie sehr. Prinz Sou-Chong erwidert ihre Gefühle, und entgegen den Warnungen ihres Vaters folgt sie ihrer Liebe nach China. In China jedoch wird das verliebte Paar bald auf den Boden der gesellschaftlichen Wirklichkeit zurückgeworfen. Die Unvereinbarkeit ihrer Charaktere wird ihnen mehr und mehr bewusst. Lisas früherer Verehrer, Graf Gustav von Pottenstein (genannt Gustl), der ihr nach China nachgereist ist, spendet ihr Trost. Sou-Chong wird von seinem sittenstrengen Onkel aufgefordert, wie ein alter Brauch es verlangt, vier Mandschu-Mädchen zu heiraten. Als er dieser Tradition folgt, stürzt er Lisa in tiefe Verzweiflung. Diese plant daraufhin, getrieben von der Sehnsucht nach ihrem früheren Leben, gemeinsam mit Gustl die Flucht aus dem Palast. Sou-Chong durchkreuzt ihren Plan, doch er erkennt, dass er Lisa nicht halten kann, und lässt sie mit einem traurigen Lächeln ziehen.

 

Franz Lehár wird am 30. April 1870 in Komaron in Ungarn als Sohn des Militärkapellmeisters Franz Lehár sen. geboren. Er machtt am Prager Konservatorium eine Ausbildung zum Geiger, wird Orchestermusiker und wie sein Vater Militärkapellmeister.

Mit "Wiener Frauen" (1902), "Der Rastelbinder" (1902) und "Die Juxheirat" (1904) hat er erste Bühnenerfolge in Wien. Seinen Weltruhm erlangt er mit "Die lustige Witwe" (1905), welche zum typischen Werk der Wiener Operette der silbernen Ära wird. Franz Lehár gilt zusammen mit Oscar Straus und Leo Fall als Begründer der Silbernen Wiener Operettenära, angelehnt an die Goldene Wiener Operettenzeit unter Franz von Suppe, Johann Strauss, Karl Millöcker und Carl Zeller.

Fast jährlich kommen neuen Lehár-Operetten heraus, darunter der "Der Graf von Luxemburg" (1909), "Zigeunerliebe" (1910), "Frasquita" (1922), die Urversion von "Das Land des Lächelns" als "Die gelbe Jacke" (1923) "Paganini" (1925), "Der Zarewitsch" (1927), "Friederike" (1928) und "Das Land des Lächelns" (1929). Lehár bezieht nicht nur das typisch Wienerische in die Operette mit ein, sondern auch Elemente des Ungarischen, Zigeunerischen, Französischen, Japanischen, Russischen und Spanischen.

Wie viele seiner Komponistenkollegen, etwa Oscar Straus und Robert Stolz, übersiedelt er nach 1920 zeitweise nach Berlin. Dort lernt er Richard Tauber, den wichtigsten Interpreten seiner Bühnenwerke, kennen und kann noch einmal an seine grossen Erfolge nach der Jahrhundertwende anschliessen.

Mit jedem Werk entfernt sich Lehár immer mehr vom Genre der klassischen Operette bis hin zu seinem Spätwerk "Giuditta" (1934), die er als Spieloper bezeichnet. Diese erlangt aber nicht mehr den vollen Beifall des Publikums. Neben seinen zahlreichen Bühnenwerken schreibt er auch Lieder, Tänze, Märsche, Sonaten, Violinkonzerte und ist auch als Filmmusikkomponist tätig. Lehár stirbt am 24. Oktober 1948 in Bad Ischl, wo er auch begraben ist.

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