Ariadne auf Naxos (Vorspiel) / Herzog Blaubarts Burg

Ariadne auf Naxos (Vorspiel) / Herzog Blaubarts Burg

von Richard Strauss / Béla Bartók

Zwei Meisterwerke des frühen 20. Jahrhunderts – eine Hymne an die Musik.

In ihrer Urfassung von 1912 sprengte ›Ariadne auf Naxos‹ durch die vorgesehene Kombination mit einem Schauspiel alle Dimensionen – und fiel durch. Als Reaktion ersetzten die Autoren das Sprechtheater durch ein etwa 40-minütiges Vorspiel. Diese turbulente Komödie um zwei streitende Theatertruppen des ernsten und unterhaltenden Genres geriet ihnen zu einem sprachlichen wie musikalischen Kleinod. Mit den beschwörend gesungenen Worten »Musik ist eine heilige Kunst« schwingt sich der Komponist am Ende des Vorspiels zu großer Emphase auf.

Darauf folgt bei der Wuppertaler Neuproduktion erstmals in der Aufführungsgeschichte von ›Ariadne auf Naxos‹ nicht der ursprüngliche Opernakt. Wir haben an seine Stelle den gleichzeitig entstandenen Operneinakter ›Herzog Blaubarts Burg‹ des ungarischen Komponisten Béla Bartók gesetzt. Herzog Blaubart führt darin einmal mehr eine Frau in die abgründige Dunkelheit seines Schlosses. »Dieses Werk«, schrieb der Komponist Zoltán Kodály über Bartóks einzige Oper, »ist ein Meisterstück, eine komprimierte Tragödie, ein musikalischer Vulkan, der sechzig Minuten lang ausbricht und uns mit nur einem Wunsch zurücklässt: das Ganze noch einmal zu hören.«

Ariadne auf Naxos‹: Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel von Richard Strauss. Dichtung von Hugo von Hofmannsthal. Daraus das Vorspiel. / ›Herzog Blaubarts Burg‹: Oper in einem Akt von Béla Bartók. Dichtung von Béla Balázs. In ungarischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Nachgeholte Premiere vom Oktober 2020.

Besetzung

Patrick Hahn
Musikalische Leitung

Bernd Mottl
Inszenierung ›Ariadne‹

Friedrich Eggert
Bühne und Kostüme ›Ariadne‹

Philipp Grigoryan
Inszenierung und Bühne ›Blaubart‹

Vlada Pomirkovanaya
Kostüme ›Blaubart‹

Marie-Philine Pippert
Dramaturgie