Anselm Dalferth

Anselm Dalferth
© Andreas Etter

Anselm Dalferth ist Regisseur, Dramaturg und Musiker. Er studierte Violine, Germanistik und Schulmusik, absolvierte eine Grundausbildung in der Atem- und Bewegungslehre Psychotonik und ein Aufbaustudium in Experimentellem Musiktheater. Während und nach dem Studium arbeitete er für das Ensemble Modern, die Educationabteilung der Berliner Philharmoniker, das Theater Freiburg und war Volontär an der Opéra national de Paris unter Gerard Mortier.

Er inszenierte u. a. in der Deutschen Oper Berlin/Tischlerei, der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, am Staatstheater Mainz, in der Elbphilharmonie Hamburg, am Theater Münster und am Nationaltheater Mannheim. Für seine dortige Inszenierung von Mauricio Kagels ›Der mündliche Verrat‹ erhielt er 2013 den Götz Friedrich-Studiopreis. Mit einer Arbeit frei nach Edgar Allan Poes ›Die Maske des roten Todes‹ mit dem Mannheimer Geräuschorchester wurde er 2015 zum Theatertreffen des deutsch-europäischen partizipativen Theaters eingeladen und seine Mainzer Inszenierung von Rued Langgaards gewaltiger Oper ›Antikrist‹ wurde mehrfach als Wiederentdeckung des Jahres in der Opernwelt 2018 genannt. Zweimal wurde er für den deutschen Theaterpreis DER FAUST (Regie Kinder- und Jugendtheater) nominiert: 2018 für die Stückentwicklung ›Wie klingt Nimmerland?‹ am Theater Münster und 2019 für die Uraufführung von Thierry Tidrows ›Nils Karlsson Däumling‹ an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf.

Anselm Dalferth wurde 2009 fest ans Nationaltheater Mannheim und 2014 ans Staatstheater Mainz engagiert. Hier installierte er die Reihe »Hörtheater«, in der er Musiktheater in unterschiedlichen Formaten und an besonderen Orten inszeniert. Dabei entstanden unter anderem ›Tamáss‹, ein Musiktheater über die Koexistenz unterschiedlicher Kulturen, verbunden mit einer Forschungsreise in den Libanon, ›Marsch Manipulation‹, ein Abend über die manipulativen Mechanismen von Sprache und Marschmusik zur Bundestagswahl 2017 oder zuletzt ›Abwrackprämiere‹, ein humorvoller Abgesang auf das Auto. In seinen Stückentwicklungen arbeitet er häufig interdisziplinär und verbindet auf überraschende Weise unterschiedliche Musikstile und Themen zu eigenwilligen Musiktheaterabenden. Seine Arbeiten wurden zu internationalen Festivals und Spielorten eingeladen, etwa ans Strathmore Arts Center Washington DC, in die Elbphilharmonie Hamburg, zum Schäxpir Festival Linz, auf Kampnagel Hamburg, in die Kölner Philharmonie, zum Fratz Festival Berlin oder zum Kuckuck Festival München.

 

 

 

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So. 23.2. 16:00 Uhr Theater am Engelsgarten Premiere
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