Rupert Enticknap

Rupert Enticknap
© Chris Gloag

Rupert Enticknap ist einer der führenden jungen britischen Countertenöre. Er arbeitet mit renommierten Ensembles und Dirigenten der Alten Musik und begeistert sich insbesondere für das moderne und zeitgenössische Repertoire.

Im Sommer 2017 gab er sein Debüt beim ›Glyndebourne Opera Festival‹ als Rosencrantz in Brett Deans gefeierter ›Hamlet‹-Uraufführung an der Seite von Sopranistin Barbara Hannigan, die mit dem ›International Opera Award 2018‹ für die beste Uraufführung ausgezeichnet wurde. Die DVD-Produktion erhielt außerdem den ›Gramophone Classical Music Award 2019‹.

Darüber hinaus sang er die Titelpartie von Philip Glass ›Akhnaten‹ beim ›MITO Settembre Musica Festival 2015‹, den Europäer in Maurizio Kagels ›Mare Nostrum‹ an der Wiener Kammeroper, die Uraufführung von Max Richters ›Sum‹ am The Royal Opera House, Covent Garden London und den Mystery Man in Olga Neuwirths ›The Lost Highway‹ an der Oper Frankfurt.

2019 debütierte er in Giovanni Legrenzis ›La Divisione del Mondo‹ an der Opéra national du Rhin Strasbourg, Opéra national de Lorraine Nancy, der Opéra Royal Versailles und der Kölner Philharmonie. Weitere Opernproduktionen führten ihn an die Oper Frankfurt (Glucks ›Ezio‹), die Berliner Staatsoper (Steffanis ›Amor Vien Dal Destino‹), das Théâtre de la Monnaie Brüssel (Gassmanns ›L’Opera Seria‹), das Staatstheater Darmstadt (Monteverdis ›Il ritorno d’ Ulisse in patria‹), zum Winter in Schwetzingen/Theater Heidelberg (Schürmanns ›Die getreue Alceste‹), und zum Shakespeare’s Globe Theatre London/ROH (Cavallis ›L’Ormindo‹).

Als Mitglied des Jungen Ensembles des Theaters an der Wien sang er Partien wie Mirteo in Vincis/Händels ›Semiramide‹ sowie die Titelpartien in Händels ›Orlando‹ und ›Radamisto‹ (mit René Jacobs und dem Freiburger Barockorchester).

Rupert Enticknap gastierte beim Olavsfest Trondheim mit dem Trondheim Symphony Orchestra (MacMillans ›A European Requiem‹), beim ›Kilkenny Festival‹ (Händels ›Giulio Cesare‹), ›Brighton Festival‹ und ›St John’s Smith Square‹ (Purcells ›Dido and Aeneas‹), ›Buxton Festival‹ (Händels ›Tamerlano‹), ›London Händel Festival‹ (Händels ›Riccardo Primo‹, Rodelinda, Händels/Vincis Pasticcio ›Elpidia‹), den ›Innsbrucker Festwochen der Alten Musik‹ (Monteverdis ›L’incoronazione di Poppea‹, Antonio Cestis ›La Dori‹) und der Classical Opera London (Telemanns ›Orpheus‹).

Kürzlich sang er Farinelli an der Seite des Oscar-gekürten Schauspielers Mark Rylance im Schauspiel ›Farinelli and the King‹ im Londoner West End Theatre.

Er arbeitete mit Dirigenten wie Vladimir Jurowski, René Jacobs, Gabriele Ferro, Alan Curtis, Ian Page, Laurence Cummings, Christophe Rousset, Jean-Christophe Spinosi, David Bates, Christian Currnyn, Ottavio Dantone, Dante Anzolini, Ruben Dubrovsky, Gelsomino Rocco, Simone Di Felice, Fabio Biondi, Olof Boman und Paul Goodwin.

Auf dem Konzertpodium interpretierte Rupert Enticknap Bachs ›Weihnachtsoratorium‹ und ›h-Moll-Messe‹ mit dem Ensemble Prisma Wien, Bachs ›Matthäuspassion‹, Mozarts ›Requiem‹, Händels ›Ode for the Birthday of Queen Anne‹, ›Theodora‹ und ›Israel in Egypt‹ in Großbritannien, Orffs ›Carmina Burana‹ in Prag, Händels ›Solomon‹ am Brucknerhaus Linz, Purcells ›Come Ye Sons of Art‹ und Vivaldis ›Stabat Mater‹ mit The Ten Tors Orchestra und ›Dido and Aeneas‹ am Concertgebouw Amsterdam mit dem Collegium Vocale Gent.

Er gab Liederabende beim Festival ›Resonanzen‹ am Wiener Konzerthaus, der Wiener Kammeroper und den ›Innsbrucker Festwochen für Alte Musik‹.

Rupert Enticknaps Laufbahn begann im Chor des Magdalen College Oxford und mit Stipendien am Wells Cathedral/King’s College London. Er wurde als David Laing Scholar am Royal College of Music im Masterstudium bei Russell Smythe ausgezeichnet und setzte sein Studium an der renommierten International Opera School des RCM fort. 2013 erhielt er den Opern- und Lied-Preis des Gesangswettbewerbs ›Stella Maris‹. Außerdem ist er Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper ›Pietro Antonio Cesti‹ und der Kammeroper Schloss Rheinsberg.

In der Saison 2021/22 debütiert er mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle mit Kantanten von J. S. Bach in der Berliner Philharmonie und singt u. a. die Partie des Guardiano in der deutschen Erstaufführung von Salvatore Sciarrinos neuer Oper ›Il canto s’attrista, perché?‹ an den Wuppertaler Bühnen.